Jordanien 2019 – Reisebericht

Jordanien 2019 – Reisebericht

FAN-CLUB Salzburg Airport unterwegs

Clubreise – Jordanien vom 13.-21.10.2019

Jordan Airline Training and Simulation (JATS) – Kultur – Abenteuer – Salzige Angelegenheit – Wüste – Rotes Meer

Am Sonntag den 13.10.2019 um 09:00 Uhr war pünktlich die Abfahrt vom Salzburg Airport am Terminal 2 in Richtung Flughafen Wien Schwechat. Nach der Ankunft am Flughafen Schwechat ist noch ein Mitglied dazu gekommen und wir wurden am Check-In für den Flug Royal Jordanian RJ 128 nach Amman von Frau Mag. Sandra Zerbs (folgend Sandra genannt) erwartet. Sie hat für die Gruppe jede Menge jordanische Süßspeisen vorbereitet und ausgegeben. Nach dem Gruppenfoto und dem Check-In ging es ab zum Gate D 69.

Da die Maschine, ein Airbus A 319 (JY-AYP) mit der oneworld-Lackierung auf einer Außenposition abgestellt war, war ein Gruppenfoto vor dem Flugzeug mit dem Copilot und Sandra möglich. Der Take-off erfolgte um 16:05 Uhr Lokalzeit. Nach der Landung am Queen Alia International Airport in Amman wurden uns nach der Passkontrolle die Reisepässe (aus welchem Grund immer) von einem englisch sprechenden Reiseleiter (Guide) abgenommen. In der Ankunft haben wir unser Gepäck in Empfang genommen und Geld gewechselt. Nach ca. 45 Minuten kam der Guide mit unseren Reisepässen und wir konnten in einem sehr alten schmuddeligen Bus den Transfer in das gebuchte „HARIRI PALACE Hotel“ antreten. Ankunft im Hotel um 22:00 Uhr. Zuerst noch ein sehr gutes Abendessen und danach Bezug der Zimmer.

Heute 14.10.19 am Vormittag steht etwas Besonderes am Programm. Wir fahren mit dem englischen Guide in einem alten schäbigen Kleinbus (nur 21 Plätze) und einem PKW für die restlichen vier Teilnehmer zum JATS Trainingscenter (Jordan Airline Training and Simulation). Im JATS standen Simulatoren wie A 310, Boeing 767, Airbus A 320, Embraer 170/190 und sogar Boeing 707 für das jeweilige Rating zur Verfügung. Für uns standen ein Simulator des A 310 und des Embraer 170/190 zur Besichtigung offen. Es wurden von uns Notrutschen getestet. Einige Mitglieder mit Schwimmwesten haben eine Wasserung in einem Schlauchboot im Becken simuliert.

Nach der exklusiven Führung gab es in der Cafeteria noch einige kleine süße und saure Imbisse sowie Getränke. Vielen Dank an die Mitarbeiter Mohammad Nour Nasser und seiner Kollegin Fidelma. Nach Verlassen des Geländes fuhren wir mit beiden Fahrzeugen in Richtung Amman zur Stadtbesichtigung. Auf einmal bleiben wir bei einem neuen modernen Reisebus stehen und konnten umsteigen. Mit einem angenehmen und guten Gefühl begann die Stadtbesichtigung. Der erste Punkt war ein antiker Stadtteil auf einer Anhöhe wo ein herrlicher fast rundum Ausblick auf die Stadt besteht. Danach ging es in den Altstadtteil vorbei an einem antiken Freilufttheater (für 14.000 Personen), entlang einer Geschäftszeile mit einem großen Markt für Obst und Gemüse sowie einem kurzen Halt an der großen Moschee.

Die Freude mit dem neuen Bus war groß aber nicht lange, denn und am nächsten Tag war wieder ein alter Bus (1,6 Mio. km) für uns am Hotel. Der Fahrer und Bus waren in Ordnung. Nun wir waren erfreut, dass wir einen deutschsprechenden Guide bekommen haben und ich nicht alles übersetzten musste. Dieser Tag bringt uns durch die großen Gebirge bis an das Tote Meer. Auf der Strecke wurde die große Burg „Ajloun“, deren Bedeutung als schönstes Beispiel islamischer Militärarchitektur des gesamten Nahen Ostens gilt, in einer Höhe von 1.650m besichtigt. Darauf folgend fuhren nach Gerasa, diese gigantische römische Stadt mit dem Triumphbogen, der 800m langen Allee gesäumt mit ca. 200 korinthischen Säulen, den zwei Amphitheater, einer Rennbahn etc.. In der Stadt Madaba konnten wirzwar aussteigen, aber die einzigartige Palästinalandkarte aus Mosaik aus dem 6. Jhdt. in der St. Georgskirche wurde uns leider nicht gezeigt.

Warum heißt es „das Tote Meer“? Es wird deshalb als „tot“ bezeichnet, weil in seinem Wasser bis auf wenige Algen und Bakterien kaum Leben existiert. Das Tote Meer ist ein abflussloser See, der 428 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, vom Jordan gespeist wird und für den von 28% bis 33%igen Salzgehalt bekannt ist. Das Salz aus dem Toten Meer hilft bei Haut- und Atemwegserkrankungen. Auch der am Körper aufgetragener schwarze Schlamm trägt zur Gesundheit bei.

Das Tote Meer grenzt an Jordanien, Israel und das von Israel besetzte Westjordanland.

Mittwoch 06:45-08:30 Uhr Wind, Gewitter und feiner Regen. Tolles Frühstückbuffet. Wieder bei bestem Wetter begann die Fahrt zur Stelle am Fluss Jordan, El-Maghtas, wo Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde. Gegenüber auf der Israelischen Seite konnte man viele Leute beobachten die eingetaucht sind und Kreuzzeichen gemacht haben. Anschließend eine Besichtigung der griechisch orthodoxen Kirche. Danach Weiterfahrt auf den Berg Nebo (808m) wo Moses das gelobte Land überblickte. Bei sehr schönen und klaren Wetter ist die Sicht bis Jerusalem möglich. Bevor es weitergeht mussten unbedingt die großartigen alten Mosaikböden und andere Mosaike besichtigt und bestaunt werden. In unserem Bus angenehm kühl, Außentemperatur35° fahren wir vorbei an einer interessanten, steinigen Hügellandschaft – alles Sand mit tiefen Schluchten. Besichtigung einer Mosaikwerkstatt , tolle Angebote, wo Behinderte beschäftigt sind. Am späteren Nachmittag erfolgte die Weiterfahrt nach Petra. Hier verbleiben wir für zwei Nächte im „SHARAH MOUNTAINS Hotel“.

Donnerstag 17.10.2019
Wieder ein neuer deutschsprechender Guide (ALI) aber der gleiche Bus und Busfahrer. Der heutige Tag ist einer der größten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens gewidmet. PETRA – eine große antike Felsenstadt mit Höhlenhäuser, Felswohnungen, dem Schatzhaus, Königsgräber, Tempelanlagen, verschiedene Ruinen, eine für damalige Zeiten gigantische Wasserversorgung und einiges mehr.

Heute am 18.10.19 war wiederum einiges am Programm. Wir besichtigten „Little Petra“. Anschließend fuhren wir in die Wüste „Wadi Rum“. Hier machten wir eine Pick Up Tour mit mehreren Jeeps im heißen Wüstensand. Auf der mit Bänken ausgestatteten Ladefläche haben bis zu sechs Personen Platz. Die Fahrten waren ziemlich holprig. Kurzer Stopp bei einer der großen Sanddünen. Bei einer schattigen Felsformation hatte unser Guide Ali eine kleine Jause (Thunfisch, Fladenbrot, Joghurt, Wasser und Tee) gereicht.
Auf dem Weg zu unserem Wüstencamp machten wir noch einen kurzen Fotostopp an einem Bahnhof mit einer Eisenbahn und einer Dampflokomotive. Nach Ankunft im Camp war der Sonnenuntergang noch ein großes Erlebnis. Übernachtung im „MARZAYEN RUM CAMP“. Gemeinsames Abendessen in der Wüste unter freien Himmel bzw. in einem großen Beduinenzelt. Auf der Spitze einer der nebenliegenden Dünen war es noch möglich die funkelnden Sterne in der Nacht zu beobachten.

Am Samstag haben wir nach dem Frühstück ganz gemütlich die Wüste „Wadi Rum“ verlassen und fahren in Richtung Aqaba am Roten Meer. Vorbei bei einer Kamelrennbahn wo gerade einige Kamele ein Training absolvierten. Eine Orientierungsfahrt durch die Stadtteile von Aqaba bis knapp vor der Grenze nach Eilat (Israel) war sehr informativ. Aufgrund einiger Probleme während der Reise gab es zusätzlich für uns eine zweistündige Glasbodenbootsfahrt in den Gebieten von Korallen am/im Roten Meer bei Aqaba. Bevor die Bootsfahrt losging hat sich unser Guide ALI verabschiedet. Es waren durch den Glasboden viele bunte Fische sowie viele schöne bunte Korallen zu sehen. Einer der Höhepunkte war, dass eine ausgediente C 130 Hercules als Korallenbank in das Wasser versenkt wurde. Anschließend fuhren wir in das gebuchte Hotel HILTON. Nach Bezug der Zimmer stand der restliche Tag sowie der Sonntag zur freien Verfügung.

Wieder ein neuer Guide. Heute Montag 21.10.19 war die Rückreise bzw. Heimreise anzutreten. Das Hotelmanagement hat uns die Türen für das Frühstücksbuffet schon um 06:00 Uhr statt um 06:30 Uhr geöffnet. Um 06:30 Uhr war es soweit, der Transfer mit dem neuen Guide zum King Hussein International Airport Aqaba. Nach dem Check-In, Sicherheitskontrolle und Passkontrolle gingen wir zum Gate. Wir trauten unseren Augen nicht, dass der selbe Airbus A 319 (JY-AYP) mit der oneworld-Lackierung gelandet, reingerollt und auf einer Außenposition abgestellt worden ist. Somit war es das gleiche Flugzeug wie von Wien nach Amman. Abflug AQJ mit RJ 305 um 08:40 Uhr mit dem Airbus A 319 (JY-AYP). Viele unserer Mitglieder waren etwas enttäuscht.


In der Ankunftshalle in Amman sollte ich den fünften und letzten Guide wegen des Manifestes (Liste mit Namen und Passnummern) treffen. Es war niemand da, auch nicht beim Check-In. Also versuchten wir die Ausreise ohne dem Manifest. Die Ausreise ist ganz legal gelungen.
So war die Hoffnung auf die schöne dunkelgraue – anthrazit – Lackierung von Amman nach Wien noch da. Aber es hat nicht sein wollen, denn der Anschlussflug RJ 127 von Amman nach Wien war wieder der Airbus A 319 mit dem Kennzeichen JY-AYP in der oneworld-Lackierung. Somit konnten wir trotz aller Außenpositionen kein Foto / Gruppenfoto mit der schönen dunkelgrauen – anthrazit – Lackierung machen. Nach der Einreise in Wien Schwechat begaben wir uns zum Busterminal für den Transfer nach Salzburg. Die Ankunft am Salzburg Airport beim Terminal 2 war wie im Reiseverlauf beschrieben exakt um 19:30 Uhr. Danke für die Disziplin und dem Dabeisein. Die nächste Tour wartet schon. Bis bald und many happy landings.

Bericht: Peter Knoll
Bilder: Herbert Graffer, Robert Seiser & Thomas Weigel