Presseschau Juni 2026

Quellen aus Printpresse und Internet – Zusammengestellt von Ursula Weidenhiller

Der Flughafen Salzburg blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück:
Mit knapp 1,8 Millionen Passagieren und einem erfreulichen Finanzergebnis fällt die Bilanz positiv aus.
Zum 100. Geburtstag erwartet die Besucher ein großes Volksfest am 20. Juni, gerechnet wird mit rund 25.000 Gästen. Langfristig setzt der Airport auf Wachstum: Rund 8 Millionen Euro an Investitionen in die Infrastruktur und ein Investitionspaket von 105 Millionen Euro soll die Terminallandschaft modernisieren und den Flughafen zukunftsfähig aufstellen.

Die Flughafentochter feiert 25-jähriges Bestehen
Seit 25 Jahren sorgt die Carport Parkmanagement GmbH für reibungslose Abläufe rund ums Parken am Salzburg Airport. Das Tochterunternehmen des Flughafens Salzburg, an dem der Airport 85 Prozent hält, wurde im Dezember 2000 gegründet und hat sich seither zu einem wichtigen Servicepartner am Flughafen entwickelt.
In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hat Carport zahlreiche Meilensteine umgesetzt: vom Ausbau der Parkflächen und der Erweiterung des Parkhauses bis hin zur kompletten Modernisierung des Parksystems im Jahr 2016. Mit der Umstellung auf die Technologie von Skidata wurde die gesamte Parkinfrastruktur erneuert und fit für die Zukunft gemacht.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt Carport klare Akzente. Bereits 2019 wurden E-Ladestationen im Parkhaus installiert. Ein weiteres Highlight folgte 2023 mit der Erweiterung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Parkhauses: Rund 2.700 Solarmodule erzeugen heute etwa 1.000 MWh Strom pro Jahr – das entspricht rund einem Sechstel des gesamten Stromverbrauchs des Flughafens.
Im Mittelpunkt des Erfolgs steht jedoch das Team: 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich nicht nur für eine professionelle Parkraumbewirtschaftung, sondern übernehmen auch zahlreiche Serviceaufgaben für den Flughafen – vom Info-Center über das Fundbüro bis hin zur Telefonvermittlung.
Zum 25-jährigen Jubiläum blickt Carport auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück – und gleichzeitig auf eine Zukunft, in der Service, Innovation und Nachhaltigkeit weiterhin im Mittelpunkt stehen. Herzlichen Glückwunsch auch vom FAN-CLUB!

IATA: Nahost-Krieg drückt weltweite Flugnachfrage im April
Die weltweite Passagiernachfrage im Luftverkehr ist laut IATA im April 2026 um 3,4% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Hauptgrund dafür war der massive Nachfrageeinbruch bei Airlines aus dem Nahen Osten infolge des anhaltenden Kriegs in der Region. Ohne den Nahen Osten wäre die Nachfrage hingegen um 1,2% gestiegen. Auch die internationale Nachfrage ging im Jahresvergleich um 5,3% zurück. Die Kapazität verringerte sich gleichzeitig um 5,1%, die Auslastung lag bei 83,9% und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Laut IATA führte insbesondere der Nachfrageeinbruch von 46,6% bei Airlines im Nahen Osten zu den schwachen globalen Ergebnissen. Zusätzlich hätten sich die Treibstoffkosten im April mehr als verdoppelt, was sich zunehmend auf die Ticketpreise auswirke.
Aufgrund der geopolitischen Lage und der damit einhergehenden Krise im Nahen Osten, wurde die Direktverbindung von Tel Aviv nach Salzburg – ebenso wie die Dubai-Verbindung – seit Ende Februar ausgesetzt. Nun wurden die Flüge von Sun D‘Or bzw. ELAL wieder reaktiviert. Auch Israir und flydubai-Flüge sind wieder geplant.
Aber:
Wegen der Sicherheitslage in Nahost setzt die AUA ihre Flüge von und nach Tel Aviv bis 15. Juni aus. Das sei mit der Lufthansa Group Konzernsicherheit entschieden worden.

Laut WTTC (World Travel & Tourism Council) verliert der Tourismussektor täglich rund 600 Millionen US-Dollar durch Flugausfälle und sinkende Nachfrage.

Wenn Flugverbindungen eingeschränkt werden oder Reisende ihre Pläne verschieben, trifft das daher eine ganze Wertschöpfungskette:

  • Flughäfen und Airlines
  • Hotels und Resorts
  • Mietwagenanbieter
  • Kreuzfahrtunternehmen
  • touristische Dienstleister

Flugsommer 2026
Unmittelbar vor Beginn der Sommerreisezeit betont Austrian Airlines die Stabilität ihres Sommerflugplans. Innerhalb der Lufthansa Group sei die Treibstoffversorgung an den sechs Drehkreuzen Wien, Frankfurt, München, Zürich, Brüssel und Rom gesichert. Damit soll ein stabiler Flugbetrieb während der Sommermonate gewährleistet werden. 

Der Weltluftfahrtverband IATA rechne angesichts der stark gestiegenen Treibstoffkosten mit weiteren Insolvenzen in der Luftfahrtbranche. IATA-Generaldirektor Willie Walsh erklärte dazu am Rande der IATA-Jahrestagung in Rio de Janeiro, dass einige Fluggesellschaften Schwierigkeiten haben könnten, die derzeit hohen Kerosinpreise zu bewältigen.
Nach Einschätzung des Verbands könnten einzelne Airlines den Betrieb einstellen, während andere von größeren Wettbewerbern übernommen werden. Besonders betroffen seien Fluggesellschaften mit geringeren Gewinnmargen, darunter viele Low-Cost-Carrier. Gleichzeitig würden zahlreiche Airlines ihr Streckennetz überprüfen und unrentable Verbindungen streichen, um ihre Wirtschaftlichkeit zu sichern.

EasyJet tief in den roten Zahlen
Das Minus lag bei 552 Mio. GBP (637,7 Mio. EUR) nach einem Fehlbetrag von 401 Mio. vor Jahresfrist, wie die Gesellschaft mitteilte. Dennoch hat EasyJet in Hamburg das 100. Flugzeug der Airbus-A320-Neo-Familie übernommen. Die Gesamtflotte der Airline umfasst damit 359 Flugzeuge, mehr als ein Viertel davon gehört zur Neo-Generation.
Die Maschinen sind mit CFM-Leap-1A-Triebwerken ausgestattet und können laut Hersteller gegenüber Vorgängermodellen bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff und CO₂ pro Sitzplatz sowie 50 Prozent weniger Lärm erzeugen.

Neue Busverbindung von Wien zum Flughafen Bratislava
Das Busunternehmen Slovak Lines nimmt eine neue Direktverbindung in Betrieb, die die zeitsparendste Busverbindung zwischen dem Zentrum von Wien und dem Flughafen M. R. Štefánik in Bratislava bietet – ohne weitere Zwischenstopps.
Die Verbindung wurde ab dem 13. Mai 2026 in Betrieb genommen und steht achtmal täglich in beide Richtungen zur Verfügung. Die Strecke führt vom Busbahnhof Nivy über den Flughafen Bratislava (BTS) direkt ins Zentrum von Wien und auf dem gleichen Weg zurück.
Die Einführung der Direktverbindung erfolgt zu einer Zeit, in der der Flughafen Bratislava sein Flugangebot ausbaut und die Nachfrage nach einer komfortablen Anbindung am Boden steigt. Slovak Lines reagiert damit vor allem auf die Bedürfnisse von Reisenden aus Wien, die Flüge ab Bratislava nutzen – insbesondere bei Billigflügen. Die neue Verbindung bietet zudem eine schnelle und praktische Möglichkeit, von Bratislava ins Zentrum von Wien zu reisen, sowohl für Tagesausflügler als auch für regelmäßige Pendler.

Wie berichtet, schloss Wizz Air ihre Basis in Wien und übersiedelte komplett nach Bratislava.
Wizz Air hat im Geschäftsjahr zum 31. März 2026 einen operativen Gewinn von 139,7 Millionen Euro erzielt und damit die Analystenerwartungen deutlich übertroffen, wie aus von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht. Einen Ausblick für das neue Geschäftsjahr 2026/2027 gab das Unternehmen mit Sitz in Ungarn nicht. Als Grund nannte Wizz Air den Iran-Krieg und die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus, die die Airline zur Aussetzung von Strecken gezwungen hat. Diese Strecken machen rund fünf Prozent der gesamten Sitzplatzkapazität aus.

Flughafen Frankfurt nimmt das T2 vom Netz
Flughafenbetreiber Fraport schaltet das T2 jetzt ab. Das 1994 eröffnete Gebäude wird für Lufthansa kernsaniert.
Seit 23. April 2026 docken am Terminal 3 Flugzeuge an. In vier Wellen sind alle 57 bisherigen T2-Airlines in den neuen Terminalkomplex im Süden des Frankfurter Flughafen umgezogen, jetzt sind auch Air France und KLM im T3. Das Terminal 2 geht in Frankfurt vom Netz. 
Hintergrund ist eine umfassende technische Sanierung und Modernisierung des 1994 eröffneten Gebäudes, teilte Flughafenbetreiber Fraport mit. Nur noch einzelne, wichtige Infrastrukturbereiche wie Vorfeldpositionen, die Gepäckförderanlage, die Tiefgarage und die Skyline-Station bleiben noch in Betrieb. 
Fraport will das T2 und T1 ineinander integrieren, rund 1,5 Milliarden Euro soll der Umbau kosten. Der entstehende Komplex soll später exklusiv von Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern genutzt werden.PADERBORN – Skyhub PAD scheitert am deutschen Flugmarkt – hohe Standortkosten und zu wenig Nachfrage entziehen dem einzigartigen Airline-Projekt die wirtschaftliche Grundlage. Die zuletzt unter Lufthansa-Flugnummer durchgeführten Hubzubringer verfehlten die Erwartungen der Initiative klar.
103 Gesellschafter standen hinter dem regionalen Airline-Projekt: Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe wollten sich 2025 nicht tatenlos mit dem Verlust der Lufthansa-Linie nach München abfinden – und setzten mit Skyhub PAD eine virtuelle Airline für Zubringerflüge aus Paderborn an das Interkontdrehkreuz auf.
Am 1. September 2025 ging Skyhub PAD mit Fluggerät und Crews von DAT an den Start. Die Einstellung der ICE-Direktlinie Paderborn-München spielte Skyhub PAD kurz darauf eigentlich in die Karten. Und Lufthansa unterstützte den Skyhub-Zubringer mit einem Codeshare.
Trotzdem ziehen die Skyhub-Macher jetzt die Reißleine – am 10. Juni startete der letzte Skyhub-Flug nach München.
„Unabhängig von vielen positiven Entwicklungen hat sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass das Geschäftsmodell von Skyhub PAD für den innerdeutschen Flugverkehr nicht trägt“, teilte Skyhub mit. „Auch durch den Iran-Krieg und eine signifikante Erhöhung der Kerosinpreise haben sich die Kosten ungünstig entwickelt.“
Zudem blieben die Buchungszahlen hinter den Erwartungen zurück. „Skyhub PAD hat (seit Betriebsaufnahme, Red.) knapp 30.000 Passagiere befördert“, sagte ein Sprecher der Airline aero.de. Beim Start war die Airline von rund 90.000 Jahrespassagieren ausgegangen, um erwartete Kosten von 13,2 Millionen Euro im Jahr einzufliegen.
Die Fluggesellschaft führte mit ATR 72-600 von DAT täglich bis zu drei Umläufe – morgens, mittags und abends – zwischen Paderborn und München durch. Auf jedem der sechs Flüge standen 70 Sitze zur Verfügung.