Presseschau Jänner 2026

Quellen aus Printpresse und Internet – Zusammengestellt von Ursula Weidenhiller

Über eine neue Flugverbindung können sich Passagiere ab Salzburg freuen, denn im kommenden Sommer wird jeweils am Donnerstag und Sonntag ein Nonstop-Flug in das kosovarische Pristina angeboten. Diese Flugverbindung richtet sich sowohl an touristische Gäste als auch an Geschäftsreisende und die große Community von Familien- und Freundschaftsbesuchern zwischen Salzburg und dem Westbalkan. GP Aviation ist eine in Pristina beheimatete Fluggesellschaft, die 2019 von einem Schweizer Unternehmer gegründet wurde. Bereits seit mehreren Jahren betreibt die Airline ein kontinuierlich wachsendes Streckennetz in Europa, wobei der Fokus von GP Aviation auf Direktverbindungen zwischen dem Kosovo und wichtigen Märkten in Mittel- und Nordeuropa liegt.

Mit der neuen BILLA Box am Gelände des Salzburg Airport setzt BILLA einen weiteren innovativen Schritt in Richtung moderne Nahversorgung: Auf knapp 60 m² Verkaufsfläche steht Kunden und Kundinnen ab sofort ein vollautomatisierter Selbstbedienungsmarkt mit über 1.100 Produkten zur Verfügung – von frisch zubereiteten Schmankerln und Snacks bis hin zu Waren des täglichen Bedarfs. Die neue BILLA Box ist täglich von 06:00 bis 23:00 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Direkt vor der BILLA Box stehen drei eigene Kurzzeitparkplätze mit 30 Minuten kostenloser Parkdauer zur Verfügung. Der unkomplizierte und barrierefreie Zugang ermöglicht Kunden und Kundinnen ein angenehmes, schnelles und intuitives Einkaufserlebnis. Sobald man seine Bankomatkarte im Eingangsbereich gescannt hat, gewährt einem die BILLA Box automatisch Zutritt. Die Selbstbedienungskassen führen Schritt für Schritt durch den Bezahlvorgang: Produkte werden in Eigenregie mittels Strichcodes selbst gescannt, zum Schluss wird per Bankomat- bzw. Kreditkarte bezahlt. 

Keine dritte Piste in Schwechat: Wie der Flughafen am 25.11.2025 in einer Presseaussendung bekanntgegeben hat, wird das geplante Projekt der dritten Piste nicht weiter verfolgt. Nach eingehender Analyse habe der Vorstand diese Entscheidung getroffen. Nach der Analyse aller relevanten Entscheidungsfaktoren habe der Vorstand beschlossen, das geplante Projekt der dritten Piste nicht weiter zu verfolgen. Ungeachtet dessen könne der Flughafen Wien-Schwechat mit den geplanten Ausbauten der Terminalkapazität und dem bestehenden Zweipistensystem auch in Zukunft weiter wachsen und bis zu 52 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen, heißt es.

Heathrow-Ausbau
Die britische Regierung stellt sich hinter das Ausbaukonzept der Betreiber: Eine dritte Start- und Landebahn und neue Terminals werden das British-Airways-Drehkreuz London-Heathrow in neue Sphären katapultieren – und British Airways gegen 2035 ein komplett neues Betriebsmodell ermöglichen. Heathrow rechnet 2025 mit 85,1 Millionen Passagieren, Tendenz: steigend. Ein Ausbau mit dritter Start- und Landebahn ist jetzt beschlossene Sache. Zwei Konzepte lagen der Regierung am Ende auf dem Tisch. Die Flughafenbetreiber forcierten eine 3.500 Meter lange Piste. Deren Bau erfordert eine Verlegung der am Flughafen verlaufenden Autobahn M25.

Eine Neuentwicklung einer Firma aus Neumarkt am Wallersee (Flachgau) soll die Sicherheitskontrolle in Flughäfen schneller und effizienter machen. Das Handgepäck soll so automatisiert und parallel abgefertigt werden – nach Vorbild von Fast-Food-Restaurants. Hörmann Klatt Conveyors, ein Flachgauer Hersteller von Fördertechnik in der Luftfahrtbranche, stellt derzeit die Neuentwicklung verschiedenen Airports weltweit vor. Für die Betreiber soll die Technik Einsparungen bringen. Vor zwei Jahrzehnten spezialisierte sich das Neumarkter Unternehmen auf die Sortierung und den Transport von Stückgut wie Paketen oder Koffern. Die Entwicklung der vollautomatischen Sicherheitskontrolle von Handgepäck war für Firmengründer Peter Klatt aber Neuland: „Wir sind die ersten auf der ganzen Welt, die das so bauen. In Neumarkt haben wir eine Pilotanlage stehen, die bald an einem – wahrscheinlich europäischen – Flughafen installiert wird. Wir haben aber auch Anfragen aus Saudi-Arabien und Amerika.“
Die Sicherheitskontrollschalter der Zukunft sind in dem Firmengebäude in Neumarkt bereits Realität: Statt sich bei mehreren Stationen anzustellen, wo man sein Handgepäck, Gürtel, Smartphones oder andere Kleinteile in Plastikwannen legt, die dann von Sicherheits-Mitarbeitern durchleuchtet werden, nehmen Automatenschalter das Gepäck und die kleineren Stücke entgegen. Das Durchleuchten passiert vollautomatisch. An einem weiteren Terminal kann man seine Gegenstände dann wieder abholen. Sollte es Auffälligkeiten geben, wird das Gepäck im Beisein des betroffenen Passagiers an eigenen Stationen geöffnet.
Die Anlage erkenne den zugehörigen Passagier, ergänzte Firmengrüner Klatt: „Es geht alles mit biometrischen Daten. Es wird das Gesicht gescannt. Das hat den Vorteil, dass wir erstens 60 Prozent weniger Personal brauchen und 50 Prozent weniger Computertomographen.“ Je weniger dieser teuren Apparate nötig sind und je mehr Gepäckstücke jedes der Geräte durchleuchtet, desto schneller wird die Abfertigung.

Airbus-A340-Rumpfsegmente: Ein Fußballstadion setzt auf Luftfahrt-Recycling
Der Umbau des Stade de la Meinau in Straßburg sorgt für internationale Aufmerksamkeit – und das aus einem ungewöhnlichen Grund: Fast 200 Airbus-A340-Rumpfsegmente werden künftig als Sonnensegel über der neuen Südtribüne dienen. Das Projekt zeigt, wie ausgemusterte Luftfahrtmaterialien in der Architektur eine zweite Bestimmung finden können. Der Racing Club de Strasbourg Alsace, aktuell sportlich stabil in der französischen Ligue 1 unterwegs, erhält damit nicht nur eine modernisierte Spielstätte, sondern auch ein architektonisches Markenzeichen. Seit Jahren war klar, dass das in den 1980er-Jahren eröffnete Stade de la Meinau eine grundlegende Modernisierung benötigt. Im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs setzte sich schließlich das Londoner Büro Populous durch, das weltweit für ikonische Sportstätten bekannt ist. Für die neue Südtribüne entwickelten die Architekten ein Konzept, das Nachhaltigkeit und visuelle Wirkung verbindet: Die Installation großflächiger Sonnensegel aus originalen Flugzeugrumpfteilen.
Die Wahl fiel auf Segmente des Airbus A340 – einem vierstrahligen Langstreckenflugzeug, das zunehmend aus dem aktiven Dienst verschwindet und damit erhebliche Mengen hochwertiger Aluminiumstrukturen verfügbar macht. Die wiederverwendeten Paneele bedecken im Stadion eine Fläche von rund 4.050 Quadratmetern und verleihen der Fassade ein unverwechselbares, metallisch glänzendes Erscheinungsbild. Die Integration der rund 30 Meter hohen Aluminiumplatten stellte die Ingenieure vor erhebliche Herausforderungen. Flugzeugstrukturen sind für aerodynamische Belastungen und Druckunterschiede ausgelegt – nicht jedoch für die statischen Anforderungen eines Stadions mit hohen Windlasten. Populous musste daher ein spezielles Montagesystem entwickeln, das die Lasten gleichmäßig verteilt und gleichzeitig die natürlichen thermischen Ausdehnungen des Aluminiums zulässt. Besonders anspruchsvoll war die Balance zwischen Gewicht, Stabilität und Flexibilität. Die Rumpfsegmente mussten so fixiert werden, dass sie weder bei Hitze noch bei starken Böen kritische Spannungen erzeugen. Diese technische Innovation macht das Projekt zu einem Pilotfall für die Wiederverwendung großer Flugzeugstrukturen im Baubereich.

Das waren die Luftfracht-Highlights bei Lufthansa Cargo
Über 1.000 Flugzeugtriebwerke, 3.500 Pferde, 80 Millionen Zierfische, der ein oder andere Oldtimer – und eilige Transplantate: Lufthansa Cargo flog 2025 viel Spezialfracht von A nach B. Die Lufthansa-Tochter blickt zum Jahresende auf besondere Transporte der letzten zwölf Monate zurück. Schwer, komplex und oft nur millimetergenau zu handhaben: Der Transport von Flugzeugtriebwerken zählt zu den anspruchsvolleren Aufgaben in der Luftfracht – und ist für Lufthansa Cargo Alltag. Auch im Hightech-Segment war besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Im KI-Boom wurden mehrere Halbleiterfertigungsmaschinen an weltweite Destinationen transportiert – ausgestattet und abgesichert mit Stoß- und Neigungssensoren, Temperaturüberwachung und „klar definierten Handling-Regeln“.
Ein besonderes Einzelstück war laut Lufthansa Cargo ein äußerst seltener BMW-Oldtimer, der von Prag nach Tokio geflogen wurde.
„Ein außergewöhnliches Beispiel im Bereich Artenschutz war 2025 der Transport stark gefährdeter vietnamesischer Krokodilschwanzechsen“, teilte Lufthansa Cargo weiter mit. „Weltweit sind weniger als 150 Individuen dieser seltenen Reptilien bekannt.“
In Zusammenarbeit mit dem Kölner Zoo und dem auf Tiertransporte spezialisierten Logistikunternehmen AnimalLogistics FRA hatte Lufthansa Cargo die erstmalige Rückführung von zwölf Tieren in ihr Ursprungsgebiet nach Vietnam unterstützt.
Etwa 12.000 Haustiere reisten 2025 zu neuen Bestimmungsorten, während rund 80 Millionen Zierfische – die zahlenstärkste Tiergruppe im Luftfrachtportfolio – „unter größter Vorsicht“ transportiert wurden. „Zudem wurden etwa 200 exotische Zootiere, darunter Pandas, Flusspferde und andere Artenbotschafter, zwischen zoologischen Einrichtungen und Schutzgebieten weltweit befördert.“
Pharma-Sendungen zählen seit Jahren zu den strategisch wichtigen Frachtkategorien von Lufthansa Cargo. Zertifizierte Infrastruktur, strenge Temperaturführungsprozesse und spezialisierte Handling-Teams sorgen dafür, dass Arzneimittel, Impfstoffe und anderes medizinisches Gut weltweit sicher transportiert werden können. „In diesem Umfeld gehört der Transport menschlichen Gewebes zu den Aufgaben, die besondere Sorgfalt erfordern und bei denen höchste Präzision sowie streng überwachte Transportbedingungen unabdingbar sind“, so die Lufthansa-Tochter.

100 Jahre Kranich – Sechs Lufthansa-Flugzeuge erhalten Sonderanstrich
Lufthansa hat ihren Ursprung 1926. Eine Boeing 787-9 erhält dafür eine markante Sonderlackierung – und bleibt kein Einzelstück: Lufthansa überträgt das Schema aus blauem Hintergrund und übergroßem Kranich auf weitere Flugzeuge – auch ein Airbus A380 und eine Boeing 747-8 erhalten den Jubiläumsanstrich.
Die D-ABPU bekommt Gesellschaft: Lufthansa überträgt das Sonderdesign der frisch ausgelieferten 787-9 auf weitere Flugzeuge – eine A320, eine A350-900, eine A350-1000, eine A380 und eine Boeing 747-8 erhalten den Jubiläumsauftritt ebenfalls, teilte Lufthansa  mit.
„Der blaue Flugzeugrumpf wird von einem weißen Kranich geziert, dessen Flügel in die Tragflächen übergehen“, beschreibt Lufthansa den Gedanken hinter der Sonderlackierung. Die Lackierarbeiten sollen bis Herbst 2026 umgesetzt werden.
Am 6. Januar 1926 wurde die Deutsche Luft Hansa AG in Berlin durch den Zusammenschluss von Deutscher Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr aus der Taufe gehoben. Der Erstflug der neuen Fluggesellschaft folgte am 6. April 1926. Zum 100. Markenjubiläum öffnet Lufthansa neben der Frankfurter Konzernzentrale ein neues Konferenzzentrum – mit zwei besonderen Ausstellungsstücken im Foyer: Einer Ju 52 und einer Lockheed Super Star – die Flugzeuge stehen für die Vor- und Nachkriegs-Lufthansa.

100 Jahre Flugplatz Bad Reichenhall-Mayerhof
Der Hangar des Flugplatzes befand sich an der Stelle des heutigen Wohngebäudes Froschhamer Weg 13, das Gasthaus Mayerhof am Marzoller Weg 3.
Die Anfänge des zivilen Luftverkehrs in Bayern liegen in der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Ehemalige Militärpiloten loteten die Möglichkeiten einer zivilen Luftfahrt aus und schlossen sich zu kleinen Fluggesellschaften zusammen. Vor allem die Städte stellten Flächen für den Flugverkehr zur Verfügung und förderten diesen durch hohe Subventionen. Man wollte den Anschluss an die neue Entwicklung nicht versäumen und erhoffte sich wirtschaftliche Impulse. In Bad Reichenhall sah man einen Flughafen in erster Linie als Prestigeobjekt zur Imagepflege, durch welches wohlhabende Gesellschaftsschichten angesprochen und als Gäste für die Kurstadt gewonnen werden sollten. Den Flugplatz beim Gasthaus Mayerhof in Froschham (im Bereich Froschhamer Weg – Waldweg gelegen) betrachtete die Stadt ebenso als Investition in die Zukunft, wie die Projekte Kurmittelhaus und Predigtstuhlbahn. Treibende Kraft bei der Verwirklichung von Gondelbahn und Flughafen war der Vorsitzende und Geschäftsführer des Kurvereins, Josef Niedermayer. Am 2. Mai 1925 konnte der Flughafen Mayerhof – als dritter in Bayern – eröffnet werden. Er wurde vom Deutschen Aero Lloyd (1926 mit der Junkers Luftverkehr AG zur Deutsche Luft Hansa AG vereinigt) in der Sommersaison einmal täglich von München-Oberwiesenfeld (hin und retour) angeflogen. Zusätzlich boten die Bad Reichenhaller Flugleiter kurze Rundflüge an. Ab 1926 machte der neu eröffnete Salzburger Flughafen der Reichenhaller Einrichtung Konkurrenz. Mayerhof wurde ab 1927 nicht mehr direkt, sondern via Salzburg angeflogen. Die Lufthansa stellte 1931 die unattraktive Linienverbindung München-Salzburg-Bad Reichenhall ein. Bis 1939 wurden in Mayerhof nur noch Rundflüge angeboten.

Quellen:
Lang, Johannes, Geschichte von Bad Reichenhall, 2009
Beilage Heimatblätter von „Reichenhaller Tagblatt“ und „Freilassinger Anzeiger“