Quellen aus Printpresse und Internet – Zusammengestellt von Ursula Weidenhiller
Neues Entry-Exit-System für Flughafen
Auf dem Flughafen Wien-Schwechat steht der Startschuss für das neue Entry-Exit-System der EU bevor. Ab Sonntag, 12. Oktober, beginnen die Mitgliedsstaaten mit dessen schrittweiser Einführung. Mit dem automatisierten IT-System werden Reisende aus Drittstaaten, die einen Kurzaufenthalt (bis zu 90 Tage) im Schengen-Raum beabsichtigen, bei der Ein- und Ausreise an der Schengen-Außengrenze erfasst. In Österreich betrifft die Einführung des Entry-Exit-Systems (EES) ausschließlich die internationalen Flughäfen und Flugplätze.
Auf Wien-Schwechat folgen laut Innenminister Gerhard Karner Salzburg am 12. November, Innsbruck am19. November, Graz am 26. November sowie Linz und Klagenfurt am 3. Dezember. EU-Kommissar Magnus Brunner bezeichnete das EES bei der Präsentation in Schwechat als wichtigen Bestandteil der Asyl- und Migrationsreform. Es handle sich zudem um das „modernste IT-Grenzmanagement der Welt“.
InsightFull – Neues Online-Tool für mehr Transparenz am Flughafen Salzburg
InsightFullist eine interaktive Webplattform die transparente Daten in Echtzeit bereitstellt und eine anschauliche Darstellung von Flugverkehr, Lärmpegeln sowie besonderen Flugbewegungen – inklusive standortgenauer Informationen zu Flughöhen, Flugzeugtypen und ungewöhnlichen Flügen bietet.
InsightFull ist eine internationale Webplattform, die von immer mehr Flughäfen weltweit genutzt wird. Sie bietet Einblicke und verbessert die Kommunikation mit Anrainerinnen und Anrainern. Bereits an internationalen Flughäfen wie Barcelona-El Prat, Madrid-Barajas, London-Gatwick, Toronto, Sydney und San Francisco erfolgreich im Einsatz, bietet InsightFull nun auch in Salzburg eine neue Dimension der Umweltkommunikation.
InsightFull ist ab sofort im Bereich Umwelt auf der Website des Flughafens Salzburg verfügbar. Dort finden Interessierte neben dem Zugang zur Plattform auch einen FAQ-Bereich sowie Kontaktmöglichkeiten für individuelle Anfragen. Mit dieser Plattform stärkt der Flughafen Salzburg den Dialog mit der Region, schafft Vertrauen durch Transparenz und setzt einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Flughafenbetrieb.
Gemeinsam mit Lufhansa Consulting wurden am Salzburger Flughafen mithilfe eines digitalen Analysetools sämtliche digitalen Prozesse durchleuchtet und bewertet.
Als einer der ersten Flughäfen weltweit wurde am Salzburg Airport W. A. Mozart das neue, digitale Analyse-Tool von Lufthansa Consulting zur Beurteilung der „digitalen Reife“ eines Flughafens eingesetzt.
Während des Testlaufs führten die Experten von Lufthansa Consulting Interviews mit den Mitgliedern unterschiedlichster Fachbereiche am Flughafen, analysierten die operative Prozesslandschaft und nahmen speziell die bestehende digitale Infrastruktur unter die Lupe. Die evaluierten Daten zu Organisation, Passagierreise von Check-in bis Abflug („PAX Journey“), Betriebsführung und Personalplanung wurden in einen ersten Bericht gelistet, dokumentiert und bewertet. Das verwendete Analyse-Tool basiert auf den neuesten Branchenstandards und auf Best Practices von internationalen Luftfahrtorganisationen und führenden Airports in Europa, Asien und Nordamerika.
Von mediterraner Küstenregion, bis hin zu Wüste und Berglandschaften, ab dem Winterflugplan (November) fliegt zweimal wöchentlich Eurowings nach Marrakesch. Mit Marrakesch nimmt Eurowings ab Anfang November eine neue Verbindung ab Salzburg in den Winterflugplan auf.
Neben Marrakesch sind im Winterflugplan ab Salzburg auch weitere Ziele wie Hurghada, Marsa Alam, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Palma de Mallorca, Gran Canaria und Teneriffa vertreten. Ergänzt wird das Programm unter anderem um Beirut, Barcelona sowie Pristina zu den Weihnachtsfeiertagen.
Für alle Neuerungen zum Winterflugplan und Geschehnisse rund um den Salzburg Airport sei auf die Webseite des Flughafens hingewiesen!
Auf der Weltausstellung Expo 2025 in Osaka haben die ANA-Holdings und das amerikanische Unternehmen Joby Aviation am Mittwoch, dem 1. Oktober 2025, eine erfolgreiche öffentliche Flugvorführung eines elektrischen Lufttaxis durchgeführt.
Der Demonstrationsflug des sogenannten eVTOL-Flugzeugs von Joby markiert eine Weltpremiere auf einer Weltausstellung und läutet eine neue Phase in der Entwicklung des japanischen Lufttaxi-Systems ein. Im Rahmen der Expo sind binnen dreizehn Tagen mehr als zwanzig Flüge dieses Typs geplant, welche der Öffentlichkeit einen ersten Einblick in die künftigen Lufttaxi-Dienste geben sollen.
Swiss schickt A350-900 auf Europatournee
Am 09. Oktober wurde der erste Airbus A350-900 von Toulouse nach Zürich überführt.
Im Winter will Swiss ihren ersten Airbus A350-900 auf Nordamerika-Linien nach Boston und Montreal einsetzen. Vorher absolviert die HB-IFA mit dem Taufnamen Lausanne einige Umläufe im Europanetz der Lufthansa-Tochter: Swiss führt ihre A350-Besatzungen zunächst auf der Kurzstrecke an das neue Muster heran. Die ersten fünf Maschinen aus dem Los ersetzen nicht nur betagte A340-300, sondern führen die neue Kabinenwelt „Swiss Senses“ in Zürich ein. Swiss-Personal muss sich also nicht nur mit einem neuen Fluggerät, sondern auch mit einem neuen Bordprodukt vertraut machen.
Wizz Air schließt ihre Basis komplett, Ryanair zieht im Winter Flugzeuge ab.
Als Grund nennt der irische Billigflieger die hohen Kosten. Der Flughafen Wien habe seine Gebühren seit Corona um 30 Prozent erhöht, die Austro Control um 60 Prozent. Dazu komme die noch unter der grünen Regierungsbeteiligung eingeführte Ticketabgabe, die andere Länder gar nicht erst eingeführt bzw. wieder abgeschafft hätten. Eine vom Flughafen Wien angekündigte 5-prozentige Senkung der zuvor um 30 Prozent erhöhten Gebühren bezeichnete Ryanair Chef Michael O’Leary sinngemäß als „lächerlich“.
Eigentlich sollte die Boeing 777X im kommenden Jahr endlich in den Liniendienst starten. Doch daraus wird nichts. Der amerikanische Flugzeugbauer passt den Zeitplan einmal mehr an – und das mit gravierenden Folgen. Nach Informationen aus dem Umfeld des Konzerns ist nun ein Erstflug mit Passagieren erst für Anfang 2027 realistisch, so die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Damit steigt die Verzögerung der 777X auf inzwischen sechs Jahre. Analysten rechnen mit einer zusätzlichen Milliardenbelastung für Boeing. Die möglichen Abschreibungen werden auf 2,5 bis 4 Milliarden Dollar geschätzt. Offiziell will der Hersteller dazu erst am 29. Oktober Stellung nehmen, wenn die Quartalszahlen vorgelegt werden.
Drohnen sorgen in jüngster Zeit für massive Störungund zu etlichen Flugausfällen. Die Sichtungen von Drohnen in Europa über Flughäfen, Häfen, Rüstungsbetrieben und Militäranlagen werden als sicherheitsrelevant eingestuft.
Unbekannte Flugobjekte nicht nur Drohnen, sondern Ballons wurden am Airport Vilnius gesichtet. Mehrere Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet. Nach Angaben der Behörden wurden die Flugobjekte von Schmugglern genutzt, um Zigaretten aus dem autoritär regierten Nachbarland Belarus illegal über die Grenze zu schicken. Mehrere Menschen seien beim Versuch festgenommen worden, die auf dem Luftweg transportierte Schmuggelware zu bergen.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt im Projekt CUSTODIAN neue Technologien zur Drohnenerkennung und Drohnenabwehr. Tests laufen im Erprobungszentrum Cochstedt. Im Projekt CUSTODIAN (Counter-UAS Technologies for Detection, Interception and Neutralization) bündeln zwölf DLR-Institute ihr Know-how.
Ziel ist es, Drohnen zuverlässig zu erkennen, ihre Position und Bewegungen zu verfolgen und sie im Ernstfall zu neutralisieren. Geleitet wird das Vorhaben vom Institut für Flugsystemtechnik. Während Liefer- und Rettungsdrohnen in vielen Bereichen Nutzen bringen, steigt zugleich die Gefahr von Missbrauch. Unerlaubte Überflüge oder gar Angriffe durch Drohnen sind längst Realität. Die Arbeit des DLR an Drohnenerkennung und Drohnenabwehr ist deshalb ein entscheidender Baustein für die Sicherheit im Luftraum der Zukunft.
Der Cyberangriff auf Collins Aerospace, einem zentralen IT-Dienstleister der Luftfahrtbranche, sorgte an vielen Flughäfen für massive Check-in-Störungen. Passagiere mussten sich auf Ausfälle, Verzögerungen und lange Wartezeiten einstellen. Mehrere europäische Drehkreuze waren betroffen, besonders die Flughäfen in Berlin, Brüssel, Dublin und London.
Die britischen Behörden haben einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann stehe unter Verdacht, gegen das Gesetz zur Bekämpfung von Computer- und Cyberkriminalität verstoßen zu haben teilte die National Crime Agency (NCA) der Nachrichtenagentur PA mit. Gut zwei Wochen dauerte es, bis der Schaden am Hauptstadtflughafen BER am elektronischen System der Passagierabfertigung behoben worden.
Lufthansa verpasst Austrian Airlines eine neue Flotte.
Die Tochter in Wien wird mit modernen A320neo und A321neo aus Konzernaufträgen aufgewertet. Unter dem Strich verliert Austrian Airlines durch den Flottenumbau zwar Flugzeuge, aber keine Sitze.
Die Lufthansa Group hat auf ihrem Kapitalmarkttag in München eine weitreichende Flottenstrategie vorgestellt, die eine grundlegende Vereinfachung und Modernisierung der Langstreckenflotte bis zum Jahre 2030 vorsieht.
Laut dem „Aviation.Direct-Team“ plant der Luftfahrtkonzern, die Anzahl der eingesetzten Flugzeugtypen von derzeit 13 auf neun zu reduzieren. Im Rahmen dieser Umstrukturierung werden sechs ältere Langstreckenmodelle schrittweise ausgemustert. Parallel dazu soll der Anteil von Flugzeugen der neuesten Generation von aktuell 27 Prozent auf 58 Prozent fast verdoppelt werden. Ziel dieser Vereinheitlichung ist eine erhebliche Senkung der Betriebskosten in Bereichen wie Wartung, Crew-Planung und Ersatzteilhaltung.
Zeitplan für die Ausmusterung der Veteranen
Die Flottenbereinigung betrifft sowohl die Hub-Airlines des Konzerns (Lufthansa Airlines, Swiss, Austrian Airlines) als auch die Point-to-Point-Carrier wie Discover.
Die Ausmusterung der älteren Modelle erfolgt in einem gestaffelten Prozess:
Im Jahre 2026 werden die ersten drei Modelle die Konzernflotte verlassen: der Airbus A330-200 (derzeit bei Discover und Ita im Einsatz), die Boeing 767-300 von Austrian Airlines und der Airbus A340-600 der Lufthansa Airlines. Letzterer ist für seine Länge bekannt und gilt als einer der elegantesten Vierstrahler der Luftfahrtgeschichte.
Es folgen im Jahre 2027 die Boeing 747-400 – die Ikone des Langstreckenflugs in ihrer älteren Version – und der Airbus A340-300, der sowohl bei Lufthansa als auch bei Swiss fliegt.
Als letztes Modell der Ausmusterungswelle soll im Jahre 2028 die Boeing 777-200 von Austrian Airlines die Konzernflotte verlassen.
Die Zukunft gehört der neuen Generation
Trotz der Reduzierung der Modellvielfalt soll die Gesamtflotte der Lufthansa Group von derzeit 782 auf 814 Maschinen bis 2030 wachsen. Das Wachstum wird ausschließlich mit Flugzeugen der neuesten Generation bestritten, was die technologische Neuausrichtung des Konzerns verdeutlicht.
Zu den Kernmodellen der künftigen Langstreckenflotte zählen:
– Die Boeing 787-9 und die zukünftige 777-9 (Langstrecken-Großraumflugzeuge).
– Der Airbus A350-900 und die größere A350-1000 (Airbus‘ modernster Langstreckenjet).
– Der Airbus A330neo (Neue Generation des A330), der nach derzeitiger Planung primär bei Ita Airways eingesetzt wird, aber unbestätigten Berichten zufolge auch bei der Konzerntochter Discover zum Einsatz kommen könnte.
Ein älteres Modell, der Airbus A330-300, bleibt hingegen Teil der Flotte und wird auch im Jahre 2030 noch bei Brussels, Discover Airlines und Swiss im Einsatz sein.
Das Fragezeichen über dem Airbus A380
Während die Boeing 747-8 – die neueste Version der Jumbo-Jets – weiterhin eingeplant ist und eine wichtige Rolle in der Langstreckenstrategie des Konzerns spielen wird, bleibt die Zukunft des Airbus A380 ungeklärt. Lufthansa versah den Super-Jumbo in ihrer Präsentation auf dem Kapitalmarkttag mit einem Fragezeichen und ließ offen, ob die Reaktivierung der A380-Flotte über 2030 hinaus verlängert wird. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Die Lufthansa hatte Teile ihrer A380-Flotte während der Pandemie eingemottet und später einige Exemplare reaktiviert, um auf die hohe Nachfrage und die Lieferschwierigkeiten bei den neuen Langstreckenjets zu reagieren. Die Zukunft des Vierstrahlers hängt von den weiteren Entwicklungen im Markt und den Kosten-Nutzen-Erwägungen des Managements ab.
Kosteneffizienz durch Dezentralisierung
Die Vereinheitlichung der Langstreckenflotte ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steigerung der Effizienz des Gesamtkonzerns. Lufthansa erwartet erhebliche Kostenvorteile nicht nur durch die neuen Flugzeuge und die Digitalisierung, sondern auch durch die Verlagerung von Flugzeugen in Konzerngesellschaften mit geringeren Personalkosten.
Diese Dezentralisierungsstrategie betrifft vor allem die Kurz- und Mittelstreckenflotte. Bis 2030 soll nur noch rund die Hälfte dieser Flotte bei der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Regionaltochter Lufthansa Cityline fliegen. Derzeit beträgt dieser Anteil noch rund 80 Prozent. Neue Konzerngesellschaften wie die Lufthansa City Airlines, die demnächst Zubringerflüge ab München und Frankfurt übernimmt, spielen hierbei eine zentrale Rolle. Weiterhin soll das neue Hub in Rom, das durch den Lufthansa-Neuzugang ITA Airways betrieben wird, als kostengünstiges Drehkreuz in die Strategie eingebunden werden. Auch die Direktfluggesellschaft Eurowings wird gestärkt und erhält eine neue Boeing-737-Max-Teilflotte. Die Strategie zielt somit auf eine effizientere aufgestellte Gruppe ab, die flexibler auf die Marktanforderungen reagieren kann.

