Presseschau August 2025

Quellen aus Printpresse und Internet – Zusammengestellt von Ursula Weidenhiller

Salzburg

Seit einem Jahrzehnt bietet die Businesslounge stilvollen Rückzugsraum für Geschäftsreisende und Premiumgäste.
Mit über 352.000 Besuchern seit der Eröffnung 2015 ist sie ein echtes Erfolgsmodell und Ausdruck gelebter Servicequalität am Flughafen. Die Lounge kooperiert erfolgreich mit Airlines wie British Airways, Eurowings, FlyDubai, Lufthansa, Turkish Airlines und im Winter zusätzlich mit Air Baltic, Finnair, Iberia, Icelandair sowie mit Priority-Pass. Als Gastronomie-Partner fungiert seit Beginn an der renommierte Flughafen-Gastrobetreiber Lagardère. Darüber hinaus steht bei freien Kapazitäten ein Einzelverkauf zur Verfügung: Tagesgäste können für € 45,- p. P. direkt am Check-In des Terminal 1 einen Voucher erwerben.
Zehn Jahre Business Lounge – das bedeutet zehn Jahre Premium-Service, Komfort und Gastfreundschaft am Salzburg Airport.

Errichtung zweier zusätzlicher Photovoltaikanlagen
Nachdem der Flughafen seinen PV-Anlagen-Bestand mit dem Ausbau auf dem Parkhaus bereits Anfang 2024 um 2700 Module erweitert hatte, wurde die Bestückung der Dachflächen 2025 fortgesetzt. Im Endausbau sollen damit 1,13 MW Peak Energieausbeute erreicht werden. In den letzten Wochen und Monaten wurde fleißig auf den Dächern und der Fassade der EES-Einreisehalle (Entry Exit System – biometrische Einreisekontrolle von Drittstaatsankünften) sowie am Dach der Waschhalle WH1 gearbeitet. Grund dafür war die Errichtung von zwei weiteren Photovoltaik-Anlagen für den Eigenbedarf des Flughafens. Insgesamt wurden dafür 564 PV-Module montiert. Der geschätzte Ertrag: 215.000 kWh. Mit der Inbetriebnahme der zusätzlichen Photovoltaikanlagen ist ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zur CO2-Netto-Neutralität 2040 getan. In Zeiten steigender Energiepreise setzt der Salzburger Flughafen damit einen wichtigen Schritt in Richtung Energieautarkie und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Allgemeines

Erfolg für FACC bei Airshow
Die internationale Luftfahrtausstellung in Frankreich, die Air Show in Le Bourget war ein Erfolg für den Innviertler Spezialisten für Verbundwerkstoffe, speziell für die Luftfahrt, die FACC AG, ehemals Fischer Advanced Composite Components ein Erfolg. Das Unternehmen meldet den Abschluss neuer Kooperationsvereinbarungen mit internationalen Kunden. Dadurch wächst der Auftragsbestand von FACC auf mehr als sechs Milliarden US-Dollar. Konkret geht es um eine Vertragsverlängerung mit dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce und neue Verträge mit den indischen Unternehmen Tata Advanced Systems Ltd und Kineco Aeorspace, wie die Innviertler erklären. Fluglinien haben in Paris Aufträge an die Flugzeugbauer vergeben, wovon in weiterer Folge auch FACC profitiert. Alle großen Luftfahrthersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Collins, COMAC, Embraer, Pratt & Whitney und Rolls Royce arbeiten mit FACC zusammen.

Ames Aerospace in Peggau in der Nähe von Graz liefert den Airline-Kunde ein sogenanntes «One-Stop-Shop Engineering»-Gesamtpaket. Das beinhaltet nicht nur die selbst hergestellten oder zugekauften Bauteil-Kits samt EASA-Zertifizierung, sondern auch die dazugehörigen Arbeitsanleitungen, die in weiterer Folge von einem zugelassenen Part-145-Wartungsbetrieb eingebaut werden. Zusätzlich hat sich Ames einen Namen gemacht in der Entwicklung und Herstellung von Kabinenleichtbauteilen wie Trennwänden, Sitzblockern, Klassentrennern, individuell angefertigten Stauschränken und Vorhängen zur Abtrennung von Crew-Rest-Bereichen.
Und auch die Überstellung von Flugzeugen gehört zum Angebot des Unternehmens: Rund 15- bis 20-mal pro Jahr werden Flugzeuge unter der Mithilfe von Ames an neue Eigentümer überstellt. Dazu gehören auch die beiden Boeing 787-9, die früher für Bamboo Airlines flogen und heute bei Austrian Airlines im Einsatz sind. Mit Ames Consulting and Training werden zusätzlich Kundenleistungen wie administrative Aufgaben, behördliche Angelegenheiten, Trainingsleistungen, Lohnverrechnung und Luftfahrtversicherungen angeboten.

CT-Scanner
Für Flugreisende galten bislang strenge Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Nun ist in der EU der Weg für ein Ende der Flüssigkeitsmengen-Begrenzung bei Flugreisen frei. Die Europäische Union hat Scanner zugelassen, die flüssige Sprengstoffe zuverlässig erkennen können und größere Flaschen im Handgepäck theoretisch erlauben. Die bisherigen EU-Bestimmungen sehen vor, dass Flüssigkeiten nur in Behältern bis 100 Milliliter transportiert werden dürfen. Die neuen Scanner ermöglichen es, größere Mengen zu kontrollieren und erlauben künftig bis zu zwei Liter pro Behälter. In Österreich ist derzeit nur auf dem Flughafen Wien-Schwechat eine Umstellung bekannt. Andere heimische Flughäfen haben bisher keine Pläne kommuniziert. In mehreren europäischen Ländern – etwa in Italien oder Großbritannien – wird die Technik bereits genutzt: Flughäfen wie Mailand-Linate, Mailand-Malpensa, Rom-Fiumicino sowie Birmingham und Edinburgh haben die neue Regel schon umgesetzt.
Am größten deutscher Flughafen in Frankfurt stehen nach Angaben einer Sprecherin bereits an 40 der knapp 190 Kontrollspuren die neuartigen Scanner. 40 weitere Geräte sind fest bestellt. Doch vorläufig wird sich für die Passagiere nichts ändern. Eine Sprecherin verweist darauf, dass man vorher nicht wissen könne, mit welcher Technologie das Handgepäck des jeweiligen Fluggastes geprüft werde. Wann der gesamte Flughafen mit der neuen Technologie ausgestattet ist, stehe nicht fest.
Auch in München müssen sich die Passagiere gedulden. Die notwendigen Scanner sind zwar bereits in größerer Zahl am Flughafen München vorhanden, allerdings muss noch die Software der Geräte angepasst werden.
Wer fliegt, sollte sich daher vor Abflug und Rückreise über die geltenden Bestimmungen am jeweiligen Abflug- und Zielflughafen informieren. So lassen sich Missverständnisse oder Probleme bei der Sicherheitskontrolle vermeiden. Nach Angaben der EU-Kommission sind derzeit rund 700 dieser Scanner in 21 EU-Ländern entweder bereits im Einsatz oder werden aktuell installiert. Mit der vollständigen Umstellung rechnet man europaweit innerhalb der kommenden Jahre.

Handgepäck
Aus Sicht der Verbraucherzentralen sind Fluggesellschaften verpflichtet, angemessenes Handgepäck ohne Extrakosten zu befördern. Ihr Vorwurf: Airlines täuschten Passagiere, die draufzahlen müssten.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat gegen Easyjet und zwei weitere Airlines Klage erhoben wegen aus seiner Sicht „unzulässiger“ Handgepäck-Gebühren. „Ryanair, Easyjet & Co. locken mit Flugpreisen, die nicht das gesamte angemessene Handgepäck umfassen. Das ist Verbrauchertäuschung und verstößt gegen geltendes Recht“, sagte VZBV-Vorständin Ramona Pop der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Fluggesellschaften seien verpflichtet, angemessenes Handgepäck ohne Extrakosten zu befördern. „Die derzeit oft von den Fluggesellschaften angelegten Maßstäbe für Handgepäckgrößen widersprechen EU-Recht“, kritisierte Pop. Tatsächlich umfasse der Preis oft nur ein einzelnes Mini-Gepäckstück. Für größeres oder zusätzliches Handgepäck müssten Flugreisende draufzahlen. Die EU sollte klare Standards und Maße für kostenfreies Handgepäck erlassen. Verbraucher müssten vor Kostenfallen geschützt werden. Das Vorgehen des VZBV sei Teil einer europaweiten Aktion.
Die Verbraucherschützer stützen sich nach eigenen Angaben unter anderem auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2014. Demnach handelt es sich bei der Mitnahme von Handgepäck um einen unverzichtbaren Bestandteil der Beförderung von Fluggästen und nicht um eine Extraleistung der Airline. Für Handgepäck darf aus Sicht der Verbraucherzentrale kein Zuschlag verlangt werden, sofern Gewicht und Abmessungen vernünftigen Anforderungen entsprechen und Sicherheitsbestimmungen erfüllt werden.

Kerosinverbrauch der deutschen Fluggesellschaften sinkt auf durchschnittlich 3,38 Liter pro Passagier und 100 Kilometer – Klimaschutz-Investitionen zeigen Wirkung
Der durchschnittliche Kerosinverbrauch der deutschen Fluggesellschaften ist dank der fortlaufenden Flottenerneuerung erneut gesunken. Die im Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) organisierten Airlines erreichten im Jahr 2024 einen Durchschnittsverbrauch von 3,38 Litern pro Passagier und 100 Kilometer. Seit dem Jahr 1990 ist der Kerosinverbrauch der deutschen Fluggesellschaften von damals 6,3 Liter bis heute um 46 Prozent gesunken. Die CO2-Emissionen pro Passagier sind damit im gleichen Maße zurückgegangen, erläutert BDL-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Lang. Ermöglicht wird die kontinuierliche Senkung des Kerosinbedarfs pro Passagier durch fortlaufende Milliardeninvestitionen in energieeffiziente Flugzeuge der neuesten Generation, Fluggesellschaften investieren 82 Milliarden Euro. Je nach Sitzplatzkonfiguration kommen die neuesten Modelle auf einen Kerosinverbrauch von 2,1 bis 2,5 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Dank leiseren Triebwerken sinken auch die Geräuschbelastungen insbesondere bei Start und Landung deutlich. Davon profitieren auch die Anwohner von Flughäfen.

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat im zweiten Quartal des Jahres 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Das Unternehmen meldete einen Rekordauftragsbestand von 29,7 Milliarden US-Dollar, den höchsten in seiner Unternehmensgeschichte. Dies gab Embraer in seinen am 21. Juli 2025 veröffentlichten Finanzergebnissen bekannt. Die beeindruckende Zahl spiegelt eine deutliche Steigerung der Flugzeugauslieferungen wider, die im zweiten Quartal 2025 über alle Geschäftsbereiche hinweg 61 Maschinen umfassten – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Erfolg unterstreicht die wachsende Bedeutung von Embraer auf dem globalen Luftfahrtmarkt.

Die einzelnen Teilbereiche:
Kommerzielle Luftfahrt: Ein Segment auf Rekordkurs
Die E175 ist ein Regionaljet und erfreut sich insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt großer Beliebtheit. Das Modell spielt eine wichtige Rolle im Netzwerk der Regionalfluggesellschaften auf Grund von Effizienz und Komfort auf kürzeren Strecken.

Executive Aviation: Luxus-Jets auf dem Vormarsch
Der Markt für Geschäftsflugzeuge hat sich nach der Pandemie erholt, da Privatjets zunehmend als flexible und effiziente Reisemöglichkeit für Unternehmen und Privatpersonen geschätzt werden.

Verteidigung und Sicherheit: Stärkung militärischer Kapazitäten

Dienstleistungen und Unterstützung: Dieses Wachstum im Servicegeschäft ist für Flugzeughersteller von zunehmender Bedeutung, da es eine stabile Einnahmequelle darstellt, die weniger anfällig für Konjunkturschwankungen ist als der reine Flugzeugverkauf.
Investitionen in Wartungs- und Schulungseinrichtungen sind entscheidend, um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten und die Betriebsbereitschaft der ausgelieferten Flugzeuge sicherzustellen.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus freut sich über einen Großauftrag. Die Leasingfirma Avolon bestellt weitere 15 A330 Neo und 75 A321 Neo – insgesamt also 90 Flugzeuge. Darüber hinaus sichert sich das Unternehmen Kaufrechte für weitere 25 A321 Neo und 15 A330 Neo. Die Auslieferung der Flugzeuge ist bis 2033 geplant.

Das Wettrennen von Airbus und Boeing um den Markt für ihre künftigen Großraumfrachter A350F und 777-8F geht in die nächste Phase. Lange nach Airbus hat nun auch Boeing mit der Produktion der ersten Bauteile begonnen. Während Airbus von einer ersten Auslieferung eines Kundenflugzeugs im zweiten Quartal 2027 ausgeht, strebt Boeing die Auslieferung des ersten 777-8 Frachters im Jahr 2028 an.
Air Lease Corporation war Erstkundin des Airbus A350 F, stornierte ihre Bestellung jedoch im Juni. Die Unsicherheit mit der Zollpolitik von US-Präsident Trump spielt nach Analystenangaben eine Rolle im Frachtgeschäft.

Antonov Airlines
In einer überraschenden Aktion überführte Antonow am 11. Juli eine in Kiew geparkte An-124 aus der Ukraine nach Leipzig. Damit hatte anscheinend auch die russische Armee nicht gerechnet. Am Nachmittag des 11. Juli, um 14:38 Uhr Ortszeit, landete auf dem Flughafen Leipzig-Halle die Antonow An-124 mit dem Kennzeichen UR-82073. Das Flugzeug gehört zur Flotte der Antonow-Werksfluggesellschaft Antonov Airlines, die Leipzig seit ihrer erzwungenen Flucht vom zerstörten Kiewer Flughafen Hostomel im Frühjahr 2022 als temporäre Basis nutzt. Was die Landung der UR-82073 in Deutschland aber so besonders macht: Dieses Flugzeug war seit dem 13. März 2021 wegen Wartungsarbeiten auf dem Gelände des Antonow-Hauptwerks Kiew-Swjatoschyn geparkt gewesen – und saß nach Russlands Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 jahrelang dort fest. Der Luftraum über der Ukraine ist seit diesen Tagen im Februar 2022 für zivile Flüge geschlossen – und das gilt nach wie vor. Deshalb flog die An-124 am 11. Juli aus Swjatoschyn auch ohne Transpondersignal bis über die polnisch-ukrainische Grenze. Erst mit Eintritt in den polnischen Luftraum konnte man den Flugweg der UR-82073 nachverfolgen.
Für Augenzeugen, die die Antonow kurz nach ihrem Start im Tiefflug über Kiew erblickten, war das riesige weiße Flugzeug offenbar eine ebenso große Überraschung wie für die russische Armee.
Die Arbeiten an der grundlegend modernisierten Maschine begannen 2021», so Antonov Airlines. Ziel sei es gewesen, russische Komponenten durch westliche und ukrainische zu ersetzen. «Aufgrund der umfassenden russischen Aggression im Jahr 2022 wurden die Arbeiten teilweise ausgesetzt», so das Unternehmen. «Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt in zerlegtem Zustand.» Doch selbst unter den schwierigen Bedingungen des Krieges habe man die Arbeiten wieder aufnehmen und im Juni 2025 abschließen können. Das Flugzeug trägt das Kennzeichen UR-82073 und den Namen «Be brave like Irpin» («Sei tapfer wie Irpin»). Iprin ist eine Stadt nahe Kiev. Die Verlegung der Antonov An-124 nach Leipzig/Halle sei «nicht nur eine technische Lösung, sondern ein Symbol für die Stabilität, Professionalität und Einheit der ukrainischen Flugzeughersteller», schreibt Antonov Airlines.
Antonov Airlines feiert sichere Ankunft der An-124 in Leipzig
Das Unternehmen hat sogar ein Video mit Bildern vom Abflug in der Ukraine und der Ankunft in Deutschland produziert. Am Ende des kurzen Films ist zu sehen, wie die Maschine in Leipzig mit einer Wasserfontäne begrüßt wurde und wie die Crew und andere Mitarbeitende sich umarmen und den erfolgreichen Flug feiern.
Antonov errichtet Wartungshangar in Leipzig/Halle
Das ukrainische Luftfahrtunternehmen Antonov errichtet am Flughafen Leipzig/Halle einen neuen Wartungshangar.
Der Bau sei auf den Weg gebracht und solle in der ersten Jahreshälfte 2027 fertiggestellt werden, sagte Flughafensprecher Uwe Schuhart.
In dem Hangar sollen riesige Frachtmaschinen des Typs Antonow 124 für Wartungsarbeiten geparkt werden können. Die Ukrainer sind schon seit 2006 mit einer Wartungsbasis am Flughafen Leipzig/Halle vertreten. Infolge des russischen Angriffskriegs haben sie laut Schuhart ihre Flotte komplett auf den sächsischen Airport verlegt. Sechs Maschinen sind hier stationiert.
Der Neubau werde komplett von dem künftigen Nutzer finanziert, sagte Schuhart. Angaben zur Höhe der Investition könne er nicht machen. Der Flughafen habe mit der Antonov Logistics Salis GmbH (ALS) mit Sitz in Schkeuditz einen Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Dieser umfasse eine Fläche von 24.000 Quadratmetern im nördlichen Teil des Flughafens. Die ALS ist eine hundertprozentige Tochter des ukrainischen Staatsunternehmens Antonov.