Quellen aus Printpresse und Internet – Zusammengestellt von Ursula Weidenhiller
Vorschau Flugplan Winter 2025/26: Mehr dazu auf der Homepage des Salzburg Airports
Ab Salzburg geht es im Winter wieder zu verschiedensten Destinationen, um der Kälte des Winters zu entfliehen, zum Beispiel Alicante, Barcelona, Hurghada, Dubai, Gran Canaria oder Teneriffa. Neu diesen Winter: Alicante, Beirut & Pristina
Neues WebTrak-System eingeführt:
Flughafen rüstet technisch auf, das neue Online-Tool ermöglicht mit interaktiven Karten Flugwege nahezu in Echtzeit darzustellen.
Das neue WebTrak-System stellt nicht nur Flugspuren grafisch dar, es bietet auch Informationen zu Flugnummer, Kennzeichen, Flugzeugtyp, Flughöhe sowie Flugrichtung und unterlegt diese Daten mit den dazugehörigen Lärmmesswerten, die von den fixen Messstationen rund um den Salzburger Flughafen aufgezeichnet werden. „Das neue System ist öffentlich zugänglich und dient nicht nur der Aufbereitung von Informationen und besseren grafischen Darstellungen, es dient vor allem der Stärkung des Dialogs mit den Menschen in der Nachbarschaft des Flughafens. Wir wollen mit dieser Transparenz mehr Verständnis und Wissen in der Bevölkerung schaffen,“ so Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer. Die Überwachung und die transparente Darstellung von Flugbewegungen und der damit verbundenen Lärmentwicklung spielt eine immer wichtigere Rolle. Historisch gesehen war der Flughafen Salzburg einer der ersten europäischen Flughäfen, der Daten zur Flugweg- und Lärmnachverfolgung mit technischen Systemen aufgezeichnet hat.
Mehr zu diesem Thema: Homepage Airport und LINK zur Simulation Web Trak, LINK zu Web Trak – Flüge selbst nachverfolgen
Passagierzahlen fast auf Vor-Pandemie-Niveau
Im Jahr 2024 wurden am Salzburger Flughafen 1,8 Millionen Fluggäste abgefertigt – das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent. Damit wurde das Vor-Corona-Bemessungsjahr 2018 erreicht. Damals wurden umgerechnet 57.000 Fluggäste mehr verzeichnet. 2019 gilt für Salzburg nicht als Normaljahr, weil zu diesem Zeitpunkt die Start- und Landepiste wegen der Generalsanierung fünf Wochen gesperrt war. „Letztes Jahr war ein sehr erfreuliches Jahr. Wir hatten eine gute Wintersaison und eine hervorragende Sommersaison“, betonte Ganghofer. Die Bemühungen, Ganzjahresverbindungen nach Salzburg zu bringen, würden sich bezahlt machen. Der Geschäftsreiseverkehr habe das Vor-Pandemie-Niveau allerdings noch nicht erreicht, hier hinke man noch etwas hinterher.
Generell stehen am Salzburger Flughafen große Investitionen bevor: Insgesamt 315 Millionen Euro sollen in den kommenden 15 Jahren investiert werden. Ein Drittel davon fällt auf den Neubau der Terminal-Anlagen, dieses Projekt vierschiebt sich auf das Jahr 2027.
Für 2025 rechnet die Geschäftsführung ebenfalls mit rund 1,8 Millionen Flugpassagieren.
Am 20. Juni 2025 wurde im Rahmen der ACI EUROPE (Airports Council International – internationaler Flughafenverband) Generalversammlung in Athen die Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens, Bettina Ganghofer, im Zuge von Neuwahlen in den Vorstand von ACI Europe berufen.
Gemeinsames Zeichen gegen das Fehlverhalten von einzelnen Fluggästen
Am 25. Juni 2025 unterzeichneten Bundesminister Peter Hanke und Vertreter der österreichischen Luftfahrtbranche, Flughäfen, Airlines und Bodenabfertigungsdienste eine „Gemeinsame Erklärung zu sich Anordnungen widersetzenden Passagiern“ (Unruly Passengers). Bundesminister Peter Hanke betonte dabei die zentrale Bedeutung des Themas: „Die Sicherheit im Luftverkehr ist kein Verhandlungsthema – sie ist Grundvoraussetzung. Unruly Passengers stellen ein inakzeptables Risiko für das Personal wie auch für andere Passagiere dar. Wer fliegt, muss sich an Regeln halten. Genau dafür setzen wir heute ein starkes Zeichen – mit klaren Spielregeln und vollem Rückhalt für alle, die in der Luftfahrt arbeiten.“
Ein besonders sensibler Punkt ist der Umgang mit Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum gilt als häufige Ursache für eskalierendes Verhalten und wird daher gezielt adressiert – unter anderem durch verstärkte Kontrollen und klarere Richtlinien bei der Abgabe alkoholischer Getränke. Zu dem Bündel an abgestimmten Maßnahmen zählen unter anderem klare und frühzeitige Informationen für Passagiere über Verhaltensregeln und mögliche Konsequenzen – etwa Geldstrafen, polizeiliche Maßnahmen oder Beförderungsausschlüsse. Das Flug- und Bodenpersonal wird gezielt geschult, um in kritischen Situationen deeskalierend eingreifen zu können, und erhält volle Rückendeckung durch ihre Arbeitgeber.
Im Zentrum der Initiative steht außerdem die Einrichtung einer ständigen Taskforce unter der Leitung des BMIMI, die eine jährliche Evaluierung aller relevanten Vorfälle erfasst, um wirksam auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Begleitend sollen Informationskampagnen und präventive Maßnahmen (Erkennung auffälliger Personen bereits vor dem Boarding) die Sicherheit erhöhen. Mit der gemeinsamen Erklärung sendet Österreich ein deutliches Signal: Fehlverhalten im Luftverkehr wird weder geduldet noch ignoriert – im Interesse der Sicherheit und des respektvollen Miteinanders aller, die fliegen.
Der globale Flugverkehr hat einen neuen Höchststand erreicht:
Erstmals wurden über 24.000 Passagierflugzeuge zeitgleich am Himmel gezählt.
Laut aktuellen Daten von Flightradar24 wurden weltweit erstmals mehr als 24.000 Passagierjets gleichzeitig in der Luft registriert. Im Durchschnitt starten und landen täglich rund 100.000 kommerzielle Flüge – etwa 70 pro Minute. Diese Zahlen verdeutlichen: Der weltweite Luftverkehr befindet sich trotz Klimadiskussionen weiter auf Wachstumskurs.
Auch der Flughafen Wien-Schwechat verzeichnet ein deutliches Passagierplus. Im Mai 2025 nutzten knapp 3,9 Mio. Reisende den größten österreichischen Airport – ein Zuwachs von fast 4% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr wird ein neuer Passagierrekord von rund 32 Mio. erwartet. An Spitzentagen werden in Wien bis zu 100.000 Passagiere abgefertigt, mit derzeit etwa 700 bis 750 Flugbewegungen pro Tag, so die Angaben des Airports.
Im internationalen Vergleich bleibt der Flughafen Wien allerdings ein mittelgroßer Standort. Weltweit führt laut Daten des Airports Council International (ACI) auch weiterhin der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport mit 108 Mio. Passagieren jährlich die Rangliste an – etwa dreimal so viel wie Wien. Atlanta zählt zwar nicht zu den Top-Metropolen der USA, fungiert aber aufgrund seiner zentralen Lage als Drehscheibe innerhalb der Vereinigten Staaten und für den internationalen Umsteigeverkehr. Dicht dahinter liegt der Dubai International Airport mit rund 92 Mio. Passagieren. London Heathrow schafft es mit 83 Mio. Fluggästen unter die Top 5 – als größter europäischer Airport. Auffällig: Kein weiterer europäischer Flughafen ist unter den Top 10 der verkehrsstärksten Airports weltweit. Dazu gehörten voriges Jahr Denver, Istanbul, Chicago O’Hare, Neu-Delhi (DEL) und Shanghai Pudong. Istanbul (zuletzt gut 80 Mio. Passagiere) könnte heuer auch in Richtung Stockerl vorstoßen und London Heathrow überholen, heißt es bei der ACI.
In Europa folgen Paris Charles de Gaulle (gut 70. Mio., Amsterdam Schiphol (gut 66 Mio). Madrid Barajas (knapp 66 Mio.) und Frankfurt (gut 61 Mio.) auf den nächsten Rängen. (APA / red)
Bericht über Airshow Paris Le Bourget
Wie viele Flugzeugbestellungen bringt die Paris Airshow 2025? Luftfahrtmesse in Le Bourget. Die Paris Air Show 2025 startet unter besonderen Vorzeichen: Noch kurz vor Messestart rechneten Marktanalysten mit hunderten Bestellungen – vor allem durch Airlines aus Indien. Doch nach dem tragischen Absturz von Air-India-Flug 171 steht die Luftfahrtwelt unter Schock. Boeing hat seinen Messeauftritt spürbar zurückgefahren, Top-Manager sagten ihre Teilnahme ab. Auch viele Deals könnten nun zurückgehalten oder in andere politische Kontexte verschoben werden. Dennoch bleibt die Luftfahrtmesse in Le Bourget das globale Schaufenster für Innovationen. Ob Airbus mit dem A321 XLR in neuer Lackierung, ATR mit Produktneuheiten oder Start-ups im Bereich E-Flugzeuge und Evtols: Die Paris Air Show 2025 zeigt, wohin sich die Luftfahrt bewegt – technologisch, wirtschaftlich und geopolitisch.
Die taiwanische Fluglinie Starlux hat bei Airbus zehn zusätzliche A350-1000 in Auftrag gegeben. Aktuell setzt sie A350-900, A330neo und A321neo ein. Weitere A350-1000 und A350F sind bestellt.
Die südafrikanische Regionalfluggesellschaft Airlink plant zehn Embraer E195-E2 vom US-amerikanischen Flugzeug-Leasingunternehmen Azorra zu mieten. Der finale Vertrag soll in Kürze unterzeichnet werden, wie Embraer auf der Paris Air Show bekanntgab. Die Auslieferungen der ersten fabrikneuen Maschinen sollen noch in diesem Jahr beginnen und bis zum Jahr 2027 andauern.
Embraer hat einen weiteren Auftrag von Regional One zur Umrüstung von Passagier- in Frachtflugzeuge (P2F) erhalten. Damit verdoppelt sich deren Auftragsvolumen von zwei, auf jetzt vier E190F. Wie am dritten Tag der Paris Air Show bekannt gegeben wurde, soll Bridges Air Cargo der erste Betreiber des E-Frachters – und damit der erste Kunde von Regional One für die E190F sein. Es ist geplant, dass Bridges den ersten von zwei Jets voraussichtlich im dritten Quartal 2025 in Betrieb nehmen.
Embraer hat von der US-Regionalairline SkyWest Airlines einen Festauftrag über 60 Flugzeuge mit Kaufrechten für 50 weitere Flugzeuge erhalten. Die Auslieferung der Flugzeuge soll im Jahr 2027 beginnen. Der Listenpreis des Festauftrags über 60 Flugzeuge, der in den Auftragsbestand von Embraer für das zweite Quartal einfließt, beträgt 3,6 Milliarden US-Dollar.
Mit einer Flotte von 263 Flugzeugen und einem bestehenden Auftragsbestand von 16 Flugzeugen ist SkyWest Airlines der größte E-Jet-Besitzer und -Betreiber der Welt. Mit diesem Auftrag baut SkyWest Airlines seine Position weiter aus.
Mit der Bestellung von sechs weiteren Airbus A350-900 plant Egyptair seine Flotte dieses Typs auf 16 Exemplare auszubauen.
Die türkische Frachtairline MNG Airlines unterzeichnete eine Kaufabsichtserklärung über zwei Exemplare des in Entwicklung befindlichen Frachtmodells Airbus A350F. De Havilland Aircraft of Canada gab bekannt, dass die größte afrikanische Fluggesellschaft, Ethiopian Airlines, einen Kaufvertrag über zwei neue Twin Otter Classic 300-G unterzeichnet hat. Die private vietnamesische Fluggesellschaft Vietjet hat eine Kaufabsichtserklärung über 100 A321neo unterzeichnet. Sie kann bei Bedarf um 50 weitere Maschinen dieses Musters erweitert werden. Die griechische Fluglinie Marathon Airlines plant den Kauf von 20 hybrid-elektrischen Regionalflugzeugen (plus 20 Optionen) des französischen Entwicklers Aura Aero. Die ERA genannten Flugzeuge sollen über acht Elektromotoren mit ebenso viele Propeller verfügen, die von zwei Turbinen-Generatoren angetrieben werden. Die deutsche Luminair hat auf der Paris Air Show eine Flottenerweiterung angekündigt. Sie wird drei brandneue Dassault Falcon 900LX in ihre Flotte aufnehmen, die noch vor Ende des Jahres ausgeliefert werden sollen. Luminair ist ein neu gegründeter Betreiber von Geschäftsflugzeugen mit Sitz in Hamburg. Aktuell setzt sie drei Cessna Citation XLS+ ein.
ATR und Pratt & Whitney Canada gaben auf der Paris Air Show ihre Absicht bekannt, bei der Entwicklung fortschrittlicher Antriebstechnologien für regionale Turboprop-Flugzeuge zusammenzuarbeiten und so die Zukunft der emissionsarmen Regionalluftfahrt zu gestalten. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen neue Technologien für die PW127XT-Triebwerke von Pratt & Whitney Canada erforscht werden. Darunter das EVO-Konzept von ATR.
Airbus konnte sich bei der polnischen LOT Polish Airlines mit ihrem A220 gegen die E-Jets von Embraer durchsetzen. Die Erstbestellung von LOT bei Airbus umfasst 20 A220-100 sowie 20 weitere A220-300. Das Abkommen umfasst die Möglichkeit, die Bestellung auf 84 Exemplare dieses Musters zu erweitern. Die ersten Maschinen sollen von Airbus im Jahr 2027 an LOT geliefert werden.
Die japanische ANA-Holding hat ihre Vereinbarung für den Kauf von 24 Airbus A321neo und drei A321XLR mit dem europäischen Flugzeughersteller finalisiert. Der Auftrag verteilt sich auf 14 zusätzliche A321neo für ANA und zehn A321neo sowie die drei A321XLR für die ANA-Tochter Peach Aviation. Letztere wird die erste japanische Airline, die den kleinsten Airbus-Langstreckenjet einsetzen wird.
Neben den 25 Festbestellungen hat sich Riyadh Air die Option offengehalten, den Auftrag auf 50 A350-1000 zu verdoppeln. Riyadh Air soll die erste saudische Fluglinie werden, die den aktuell größten produzierten Airbus-Langstreckenjet künftig in ihrer Flotte einsetzt.
Pratt & Whitney, ein Unternehmen von RTX, stellt auf der Paris Air Show die „Hot Section Plus (HS+)“ vor. Dabei handelt es sich um eine Upgrade-Option für das PW1100G-JM-Triebwerk, das Flugzeuge der Airbus A320neo-Familie antreibt. Laut Pratt & Whitney wurde es vom GTF-Advantage-Triebwerk abgeleitet, das eine doppelt so lange Betriebszeit am Flügel wie das heutige Pratt & Whitney GTF-Triebwerk bieten soll. Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat die Order eines sechsten Transportflugzeugs des Typs KC-390 „Millennium“ durch die Portugiesische Luftwaffe bekannt gegeben.
Airbus gibt die Bestellung von A350F und A320neo durch AviLease bekannt. Das Leasingunternehmen mit Sitz in Saudi-Arabien erteilte eine Erstbestellung über zehn Frachter des Typs A350F sowie 30 Jets der A320neo-Familie. Die Order beinhaltet die Möglichkeit, den Auftrag auf 22 A350F und 55 A320neo zu erweitern, wie Airbus bekannt gibt.
Mit einer Europa- und Messepremiere startet Textron Aviation in die Paris Air Show 2025: Das US-Unternehmen stellt erstmals sein neues Demoflugzeug der Multi-Mission-Beechcraft King Air vor. Die Maschine demonstriert eindrucksvoll das Einsatzspektrum der bewährten Turboprop-Plattform. Ausgestattet mit Sensorträgern, erweiterter Reichweite, Hardpoints und Frachtluke richtet sich das Modell insbesondere an Behörden, Militär und Spezialdienstleister – etwa für Aufklärungs-, Überwachungs- und Rettungsmissionen.
Von Wichita, Kansas, nach Paris, Frankreich: Beechcraft King Air Vorführflugzeug gibt internationales Debüt. Als meistverkauftes Turboprop-Geschäftsflugzeug der Welt ist die Beechcraft King Air seit Jahrzehnten fester Bestandteil weltweiter Flotten – von Businesskunden bis hin zu Streitkräften. Über 7800 Exemplare wurden seit 1964 ausgeliefert, mit über 66 Millionen Flugstunden. Allein in Europa sind mehr als 1700 Cessna- und Beechcraft-Turbinenflugzeuge im Einsatz. Textron Aviation unterstreicht mit seinem Auftritt in Paris seine Marktführerschaft bei vielseitigen Luftfahrtlösungen für unterschiedlichste Missionen.

